Ziel-Festlegung - Was will ich eigentlich?

Am Anfang war die Idee....die Idee, dass VoIP für einen Einsatz in der Firma in Frage kommt. Dazu muss die Ausgangssituation detailliert analysiert werden. Dies beinhaltet zum einen die installierte TK-Landschaft, zum anderen die vorhandene LAN-/WAN-Infrastruktur.

Im Idealfall, und das sind die seltensten, habe liegt gerade der Plan für einen Büroneubau auf dem Schreibtisch und man kann im Hinblick auf Verkabelung, aktive Komponenten und Server- und PC-Ausstattung auf eine totale Neuausstattung zählen. Hier kann unter Berücksichtigung einiger weniger Hinweise - Quality of Service über IEEE 802.3p und Q, hinreichend Bandbreite, Identifizierung von Engpässen im Backbone oder auf WAN-Strecken, Ausfallsicherheit der Systeme - mit den heute verfügbaren Systemen ohne großen Aufwand eine IP-Telefonanlage realisieret werden. Es ist aber in den seltensten Fällen der Fall. In den meisten Fällen muss ein VoIP-System auf eine möglicherweise über Jahre gewachsene Infrastruktur aufsetzen. Dafür werden wir die Einführung genauer unter die Lupe nehmen. Aus diesen Betrachtungen ergeben sich natürlich ebenfalls die entscheidenden Schritte für die Planung eines Neubaus.

Die Ausgangssituation ist demnach eine Integration von VoIP auf ein vorhandenes Intranet mit dem Anschluss an eine vorhanden TK-Anlage, welches in über 80% der Fälle gegeben sein wird. Im ersten Schritt werden Teile des Unternehmens auf VoIP umgestellt, um mit den gesammelten Erfahrungen dann den verbleibenden Rest in den nächsten Innovationsrunden nachzuziehen.

Wo also ist VoIP in der ersten Runde am besten aufgehoben? In den grundsätzlichen Betrachtungen wurde schon auf den Nutzen von VoIP besonders hingewiesen: CRM. CRM beinhaltet den Kunden bzw. den externen Kontakt. Genau das ist der Ansatzpunkt für die erste Runde. Die Abteilungen des Unternehmens, die viel mit externen Kontakten arbeiten ziehen den größten Nutzen und haben auch meistens die intensivsten PC-Arbeitsplätze. Nebenbei sparen mit dem Einsatz der IP-Telefonie auch wir ein wenig Platz auf dem Schreibtisch. Das heißt aber im Umkehrschluss: Man schaut nicht zuerst auf die technischen Gegebenheiten wie shared Ethernet oder nicht, alte PCs, neue PCs, Soundkarte etc. Sondern man kümmert sich zunächst um die Prozesse, die sich mit der IP-Telefonie ideal verbinden lassen. Wie sehen die Unternehmensprozesse an den einzelnen Arbeitsplätzen aus?; Wie wird aufgrund dieser Unternehmensprozesse an den Arbeitsplätzen kommuniziert? Das sind die ersten entscheidenden Fragen. Das System für diese Arbeitsplätze den Anforderungen für VoIP entsprechend anzupassen ist dann der nächste Schritt auf dem Weg zur Realisierung. Gehen wir also Schritt für Schritt vor.